Kosten Erklaervideos

von Sandra — Erklärvideos

Was kosten Erklärvideos eigentlich? Ein Überblick.

Was für ein Budget Sie einplanen müssen, wenn Sie eines oder mehrere Erklärvideos in Auftrag geben wollen? Das kommt natürlich ganz auf Ihre Ziele und Ansprüche an. In diesem Blogbeitrag holen wir ein wenig mehr aus, aus welchen Positionen Erklärfilme bestehen und wo Stellschrauben liegen. So können Sie am Ende selber kalkulieren: Was kosten Erklärvideos mit Ihren individuellen Anforderungen?  

Block 1: Idee, Konzeption, Storytelling. Das Fundament!

Das wichtigste und quasi das Fundament Ihres Erklärvideos ist das Konzept, also quasi die Strategie dahinter: Was sollen Sie mit Ihrem Video erreichen, wer soll es sich warum anschauen und was soll er als nächstes tun? Wie treten Sie überhaupt auf, wie müssen der Stil und die Tonalität Ihres Videos sein, damit es sich wie aus einem Guss in Ihre gesamte Kommunikation einfügt? Wo und wie soll das Video verbreitet werden und wie ist Ihre Story? Je klarer Ihre Strategie und Ihr Briefing, desto besser und zielgerichteter kann Ihre Erklärvideo Agentur das Erklärvideo produzieren. Faustregel: je weniger Input Sie liefern können, desto mehr Zeit sollte sich der Erklävideo Anbieter dafür nehmen. Hier stellen Sie schließlich die Weichen für den Erfolg oder Misserfolg Ihres Erklärvideos.

Kleiner Tipp am Rande: In unserem eBook zur Erklärvideoproduktion finden Sie hilfreiche Tipps, was Sie unbedingt schon im Briefing beachten müssen. 

Was bedeutet das für die Erklärfilm Kosten? Ihr Anbieter sollte sich je nach Vorhaben, Vorarbeit und Ihren Ansprüchen ca. 8 bis 24 Stunden Zeit nehmen. Schließlich muss er aus all diesen Informationen den Extrakt herausziehen um die kreative Idee für das Video entwickeln zu können. Daraus entstehen die Story, der grafische Stil und die Art der Animation. Diese werden im Drehbuch zusammengefasst. Kostenpunkt: ca. 1.000 bis 3.000 Euro.

Block 2: Storyboard und Grafiken. Vom Minibudget bis zum ganz großen Kino.

Perfekt, die erste Stufe wurde erfolgreich gemeistert! Wenn die Story steht, geht es an die Grafiken, Fotos, Realdreh-Sequenzen, Screenshots oder Illustrationen. Die Kosten können sehr stark variieren: setzen Sie auf günstiges Stockmaterial, hochwertige und damit teurere Lizenzbilder, individuelle einfache Grafiken oder sehr detallierte bzw. viele Grafiken pro Szene? Brauchen Sie noch ein Kamerateam und Equipment für Realdreh-Bestandteile oder ein Fotoshooting? Und wie lange ist die Laufzeit Ihres Videos? Ein wichtiger Aspekt, denn je länger das Video, desto mehr Grafiken werden benötigt. Und desto länger sitzt der Grafiker daran. Ihre fertigen Grafiken werden nun in einem Storyboard zusammengefügt. Daraus lässt sich entnehmen, was genau in welcher Szene des späteren Videos passieren wird. Kostenpunkt: durchschnittlich zwischen ca. 800 Euro bis 8.000 Euro.

Erste Anregungen und einen Überblick über mögliche Stile, Anwendungsgebiete und Aufwand gibt es im textzeichnerin ebook Erklärvideostile.

Block 3: Die Stimme aus dem OFF. Sprechertext und Sprecher.

Ihr Video soll von einer Stimme aus dem Off begleitet werden? Dann schreibt zunächst ein Texter den Sprechertext. Und je kürzer der ausfallen muss, desto schwieriger ist dieser Job. Schließlich sollen alle Kernaussagen enthalten sein. Trotzdem soll das Video möglichst kurz sein – 60 Sekunden wären perfekt, 90 noch ok, mehr: lieber nicht: Das Risiko, dass jemand ungeduldig wird und vorzeitig aussteigt steigt stetig! Diese 60-90 Sekunden entsprechen so ungefähr 100 bis 150 Wörtern für das ganze Video – Sie verstehen?! Dazu soll es spannend geschrieben sein, sich für eine Sprachaufnahme eignen und der Motiondesigner muss darauf später gut animieren können. In der Regel sind ein bis zwei Korrekturphasen enthalten, damit auch alle Aussagen korrekt sind und Ihre Position richtig wiederspiegeln. Rechnen Sie mit ca. 500 Euro für den Sprechertext. Dazu kommen 400 bis 800 Euro für die Sprachaufnahme mit einem Sprecher oder einer Sprecherin inklusive Online-Lizenzen und Tonstudiomiete.

Achtung: Wollen Sie den Erklärfilm auch im TV oder Kino zeigen, erhöhen sich die Gebühren für die Nutzungsrechte.

Block 4: Animation. Jetzt kommt Bewegung in die Sache.

An dieser Stelle wird aus dem Statischen das Bewegtbild. Der Motiondesigner erweckt Grafiken, Fotos, Icons oder Illustrationen zum Leben. Je mehr oder fließender die Bewegung und je länger die Laufzeit des Videos, desto höher der Aufwand und damit die Kosten. Kalkulieren Sie für einen typischen Erklärfilm bis 90 Sekunden mit ca. 1.000 bis 3.000 Euro.

Block 5: Sounddesign und Musik. So wird es lebendig.

So, jetzt ist fast alles fertig. Aber trotzdem: irgendwie springt der Funke nicht über! Ehrlich gesagt kann es trotz Animation noch ziemlich langweilig wirken – es sei denn, es wurde extra als Video ohne Sound konzipiert. Ist aber Sound vorgesehen, machen erst die passenden Geräusche daraus ein wirkliches Abenteuer für den Zuschauer. Nun kann er so richtig in das Geschehen hineintauchen. Die günstigste Variante hier: Standard Sounddesign mit Sounds aus Stock-Datenbanken. Der Nachteil: man kann nicht individuell auf die Handlung des Videos eingehen und muss immer Kompromisse machen. Beim individuellem Sounddesign komponiert ein Sounddesigner die Geräusche und die Musik extra für das Video. Jedes Stimmungstief- oder Hoch kann exakt mit Sound verstärkt werden. Jetzt kommt richtig Spannung in das Geschehen!

Wer sich intensiver mit dem Thema Sounddesign beschäftigen möchte: Dazu haben wir einen eigenen Artikel verfasst: Wie sich Sounddesign auf Unternehmensvideos auswirkt.

Überlegen Sie sich an dieser Stelle auch ob Sie mit gemafreier oder gemapflichtiger Musik arbeiten möchten. Einerseits natürlich toll, wenn die Zuschauer die Musik kennen. Aber es kann Folgekosten mit sich bringen! Welche das sind, muss im Einzelnen bei der GEMA erfragt werden. Kostenpunkt inklusive Online Nutzungsrechte ab ca. 250 bis 2.000 Euro. Auch hier gilt: TV-oder Kino-Rechte kosten mehr.

Block 6 Rendering & Bereitstellung, Nutzungsrechte. Das Drumherum.

Ist das Video fertig, muss es noch aus dem Animationsprogramm „herausgerendert“ werden. Das bedeutet, es wird in einem Format abgespeichert, in dem Ihre Zuschauer es auch anschauen können. Das muss zum Anwendungsfall und den Kanälen passen, auf denen es veröffentlicht werden soll. Da man hier mit großen Datenmengen hantiert, nimmt Rendering eine gewisse Zeit und Kapazität in Anspruch, auf dem der Mac oder PC des Motiondesigners nicht für andere Arbeiten genutzt werden kann. Dafür wird in der Regel eine Renderpauschale in Rechnung gestellt. Kosten, je nach Renderzeit um 100-300 Euro.

Ein großer Kostenfaktor können auch die Nutzungsrechte für das Video sein. Überlegen Sie sich vorher, wofür Sie Ihr Video lizenzieren wollen: reicht eine Online Nutzung für Ihre Webseite und Social Media? Mit dieser Lizenz können Sie Ihr Video auch vor Ort beim Kunden oder auf Events abspielen. Brauchen Sie auch TV-Nutzungsrechte wird es teurer. Und wenn Sie die Grafiken aus den Videos für andere Zwecke nutzen möchten, kostet auch das in der Regel Nutzungsgebühren. Wer sämtliche offene Daten haben möchte, zahlt auch dafür. Die Kosten variieren sehr stark nach Art der Rechte und Anwendungsfällen. Sprechen Sie bei Bedarf mit dem Erklärvideo Anbieter Ihrer Wahl darüber.

Und was kosten Erklärvideos nun? Wie müssen Sie kalkulieren?

Wenn Sie nun alle Blöcke zusammenrechnen kommen Sie auf die durchschnittlichen Kosten eines Erklärvideos. Im Endeffekt ist jedes Erklärvideo individuell. Sie wollen ja auch nicht die gleiche Webseite oder Broschüre wie jemand anders haben! Die Erklärvideo Kosten hängen von vielen kleinen Stellschrauben ab. Daher kann es den einen Preis für ein Erklärvideo eigentlich nicht geben. Im Endeffekt müssen Sie entscheiden, welche Komponenten für Sie besonders wichtig sind und was zu Ihren Zielen und Ihrem Budget am besten passt. Sie können an den meisten Stellen wie Konzeption, Grafik, Animation abspecken, wenn Ihr Budget nur sehr gering ist. Dann sollten Sie aber ernsthaft überlegen, ob ein Erklärvidoe überhaupt das Richtige ist. Qualität hat nun mal ihren Preis. So handhaben Sie es sicherlich ja auch mit ihren eigenen Produkten und Dienstleistungen. Übrigens: je mehr Videos Sie bei einer Agentur beauftragen, desto günstiger wird in der Regel auch der Stückpreis. Denn die Konzeption und – bei Realdreh oder Fotoshootings – auch die Produktionskosten lassen sich auf mehrere Videos umlegen.

Es gibt auch Erklärvideo Software, um ein Erklärvideo selber zu machen. Aber auch hier müssen Sie als Erklärvideo Anfänger eine Menge Zeit hineinstecken mit der Gefahr, am Ende mäßige und vor allem austauschbare Ergebnisse zu haben…

Unser Tipp: wenn Sie Erklärvideos in Ihre Content Marketing Strategie intergrieren möchten, gehen Sie das Thema richtig an. Die Vorarbeit und eventuell auch anfänglich mehr Kosten werden sich langfristig auszahlen. Und wenn Sie nun Interesse an Ihrem eigenen Erklärvideo Angebot haben: wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

eBook_Erklaervideo_Stile

vom 28.07.2017

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