Imagefilm Kosten

von Sandra — Bewegtbild, Imagefilm, Praxistipps, Realdreh, textzeichnerin, Videomarketing

Imagefilm Kosten – Damit müssen Sie rechnen!

So ziemlich jeder Marketer steht irgendwann einmal vor dem Projekt Imagefilm. Und damit auch vor der Aufgabe, ein passendes Budget dafür zu definieren. Wie bei kaum einem anderen Marketingmedium liegen die Imagefilm Kosten extrem weit auseinander. Zum Teil sind die Preise natürlich abhängig von der jeweiligen Agentur – viel entscheidender ist aber der Aufwand der hinter Ihrem Film steckt.

Wir geben Ihnen eine Übersicht, wie sich die Kosten eines Imagefilms zusammensetzen und wo Ihre Stellschrauben liegen:

Bestandteile Imagefilm Kosten

Konzeption und Storyboard

Die Konzeption ist das Fundament für Ihren Imagefilm. Wenn es hier schon nicht stimmt, könnte das Ganze bildlich gesehen eine ziemlich wackelige Angelegenheit werden – nehmen Sie sich hierfür also ausreichend Zeit. Zunächst sollten Sie definieren, warum genau Sie einen Imagefilm produzieren wollen. Welche Botschaften sollen die Zuschauer erreichen? Wer genau ist überhaupt Ihre Zielgruppe? Was soll diese nach dem Ansehen des Videos machen? Wo soll der Imagefilm bereitgestellt werden? Gibt es dort technische Voraussetzungen, z.B. spezielle Formate, eine maximale Länge etc., die bereits bei der Imagefilm Konzeption zwingend berücksichtigt werden müssen? Weitere wichtige Gedanken, die man sich unbedingt vor der Produktion eines Videos machen sollte, haben wir in unserem kostenlosen eBook zur Erklärvideo Produktion zusammengefasst. Vieles ist auch für Realdreh gültig – werfen Sie gerne einen Blick hinein!

Sind die Voraussetzungen klar, geht es ans Storyboard. Hier wird die kreative Idee, also die Story, sowie das Look & Feel Ihres Imagefilms entwickelt. Je nach Art des zu produzierenden Imagefilms ist eine unterschiedliche Herangehensweise gefragt. Handelt es sich eher um eine Dokumentation oder um ein klassisches Interview, kann man im Vorfeld nicht allzu viel festlegen. Ein Storyboard wäre hier wenig hilfreich.  Stattdessen kann eine Shooting Liste mit markanten Szenen, Personen und Plätzen, die man auf jeden Fall abfilmen möchte, angelegt werden. Für Interviews kann man sich schon im Voraus Kernaussagen überlegen, die man gerne aus dem Interviewpartner herauskitzeln würde. Auf dieser Basis kann dann der Interviewleitfaden entsprechend gestaltet werden. Will man eher eine Geschichte erzählen oder die Interviews kreativer gestalten, braucht es mehr Hirnschmalz am Anfang. Hier sollte man auch nicht am Storyboard sparen, in dem möglichst genau festgelegt wird, was in jeder einzelnen Szene zu sehen sein wird. Im Durchschnitt sollte man hier mit 1 (Dokumentation) bis 5 Tagen (Kreatives Storytelling) rechnen.

Organisation und Drehplan

Der grobe Plan steht? Dann geht es jetzt an die Organisation der Drehtage. Und die ist ebenfalls nicht zu unterschätzen: Locations müssen ausgewählt und gesucht bzw. neudeutsch „gescoutet“ werden. Abhängig von den Locations und dem gewünschten Look & Feel (Doku, emotional, mit oder ohne Slow-Motion-Effekte, 360 Grad, aus der Luft, mit viel oder wenig Kamerabewegung, aus wie vielen unterschiedlichen Perspektiven, innen oder außen…?) werden das Equipment und das Kamerateam zusammengestellt. Schauspieler oder echte Mitarbeiter werden recherchiert und gecastet, dazu eventuell Visagisten und Bühnenbildner engagiert. Je nach Location müssen Drehgenehmigungen eingeholt werden. Zudem werden Zeitpläne angefertigt – je mehr Locations und je mehr Beteiligte, desto aufwändiger. Weiter geht es mit Hotelreservierungen, Flug- oder Mietwagenbuchungen. Ist man vom Wetter abhängig, müssen alternative Termine bzw. Locations geplant werden. Sie sehen: Organisation und Drehplan können einen beträchtlichen Teil des Budgets ausmachen! Geschätzter mittlerer Aufwand für einen Imagefilm: 2 bis 10 Tage (ca. 1.500 bis 10.000 Euro).

Kamera, Ton und Licht Assistenten

Für Realdreh Aufnahmen braucht man, logisch: ein Kamerateam! Das Minimum sind ein Kameramann und ein bis zwei Assistenten für Licht und Ton. Auf diese sollte man nicht verzichten – lieber zwei Mann mehr am Set, als am Ende ein schlechtes Ergebnis zu haben, weil der Kameramann sich auf seine Kamera, den Ton und die Beleuchtung gleichzeitig konzentrieren musste. Die Tonangel war die ganze Zeit im Bild oder das Knistern des Hemdes vom Interviewpartner dröhnt im Ansteckmikro? Fatale Fehler, die sich später nicht mehr oder nur mit erheblichen Mehraufwand beheben lassen. Schlimmstenfalls muss der Drehtag mit Personal, beteiligten Mitarbeitern und Equipment komplett neu organisiert werden. Dabei sind die Assistenten selbst nicht der Kostentreiber. Rechnen Sie mit ca. 250-400 Euro pro Tag für einen Assistenten und mit ca. 400 bis 800 Euro pro Kameramann plus Spesen und Fahrtkosten.

Personal am Set

Neben dem Kamerateam braucht man noch einige weitere Personen am Set. Dazu gehören Regie, die sich darum kümmert, dass die Szenen alle so im Kasten sind, wie es das Drehbuch vorsieht und ein Producer, der dafür sorgt, dass der Drehplan eingehalten wird. Nicht selten prallen diese beiden aufeinander, weil der Regisseur noch eine spannende Extra-Szene im Kopf hat, aber das den Zeitplan des Producers komplett durcheinander bringt! Letzterer ist also gerade bei einem straffen Zeitplan und vielen Locations nötig. Zudem gibt es noch den Redakteur, der die Interviews führt (bei kleineren Drehs können Redakteur und Regisseur von einer Person abgedeckt werden). Mit dabei ist oft auch ein Visagist, der sich darum kümmert, dass alle Personen vor der Kamera eine gute Figur machen. Bei größeren Drehs kommen eventuell Bühnenbildner und Catering hinzu. Mittlere Kosten pro Drehtag für Kameramann, Licht- und Tonassistent, Regie und Producer: ca. 3.500 Euro

Location

Kostentreiber sind hier das Location Scouting, eventuelle Gebühren für Drehgenehmigungen oder Raummiete, Miete von Requisiten, Kosten für Bühnenbildner und eine gute Ausleuchtung/Licht sowie Reinigung. Ist kein Strom verfügbar, kommt die Miete für einen Stromgenerator hinzu.

Sprecher

Ist ein Sprechertext vorgesehen, braucht man einen Sprecher oder eine Sprecherin für den Imagefilm. Soll der nicht im TV oder Kino ausgestrahlt werden, kosten professionelle Sprachaufnahmen inklusive Nutzungsrechte für einen 1 bis 3-minütigen Imagefilm etwa 300 bis 1.000 Euro. Tipp: Auch die O-Töne aus den Interviews können so arrangiert werden, dass sie eine Story erzählen und so den professionellen Sprecher ersetzen.

Postproduktion

So, der Film ist im Kasten! Jedenfalls die Rohaufnahmen. Aber der Imagefilm ist noch lange nicht fertig. Nun kommen mit Sichten, Grobschnitt, Color Correction und Color Grading, Feinschnitt und Sounddesign noch ca. 4 bis 10 Tage dazu. (ca. 2.500 bis 10.000 Euro)

Sichten: Auch für ein Video, das am Ende nur 2 Minuten lang ist, muss man sich häufig durch mehrere Stunden an Video- und Tonmaterial kämpfen, denn einzelne Szenen liegen oft drei-, vier-, fünffach oder noch häufiger vor. Nur die besten Szenen gelangen in den Grobschnitt: Die ausgewählten Szenen werden grob hintereinandergelegt. Oft werden sie auch noch ein wenig hin- und hergeschoben. Vielleicht passt der eine Shot doch besser nach hinten?

Color Correction und Color Grading: Wenn alles sitzt, kann man dem Film auf Wunsch einen natürlichen oder ausgefalleneren Farblook geben, aber auch kleine Patzer beim Dreh ausbessern. Schon an ein und derselben Location kann sich der Lichteinfall im Laufe des Tages verändern, sodass ein anderer Farbeindruck auf den Aufnahmen entsteht. Noch extremer wird es, wenn man an verschiedenen Orten dreht. Zudem wird allen Shots ein einheitlicher Look bzw. eine Farbnuance gegeben, um die gewünschte Atmosphäre zu erzeugen. Hier ist viel Fingerspitzengefühl gefragt, um am Ende Bilder aus einem Guss zu haben.

Feinschnitt: Nun geht es um stimmige Übergänge, damit aus den vielen einzelnen Shots ein konsistenter Film wird, der die Geschichte zusammenhängend und plausibel erzählt.

Sound: Störende Hintergrundgeräusche müssen herausgefiltert werden. Eine Kompression des Interviewtons verleiht dem O-Ton des Interviewpartners mehr Dichte. Eine weitere Stellschraube ist das Sounddesign: Die Dramaturgie lässt sich durch passende Sounds und Hintergrundmusik stark beeinflussen. Unser Tipp: individuelles Sounddesign lohnt sich! Mit ca. 1.500-3.000 Euro an Mehrkosten sind Sie dabei.

Grafik und Motiondesign: Eventuell lässt sich der Imagefilm noch mit dezentem Motiondesign aufpeppen, etwa kleinen Infografiken, getrackten Schriften, Verbindungslinien oder oder oder. Aber Vorsicht: das kann auch schnell überladen wirken! Unser Tipp: Entscheiden Sie sich erst in der Post Production für oder gegen Motion Design Elemente, solange diese nicht essenziell für Ihre Story sind. Pro Tag kommen dafür ca. 600-800 Euro dazu.

Footage

Manchmal macht es auch Sinn, für einige oder alle Szenen auf bestehendes Stock- Videomaterial zurückzugreifen. Aber auch Standbilder, Grafiken oder ein Standardsounddesign mit Musik und Soundeffekten gehört zu den Stockmaterialien, die Sie je nach Ausgestaltung Ihres Films mit den entsprechenden Lizenzen einberechnen sollten. Die Kosten hierfür sind abhängig vom Anbieter, dem Umfang des eingekauften Stockmaterials und dem Umfang der Lizenz.

 

Unser Fazit zu Imagefilm Kosten

Jetzt, wo Sie die einzelnen Positionen kennen, werden Sie sich vorstellen können, dass Ihnen niemand pauschal sagen kann: „Ein Imagefilm kostet bei uns xy Euro“. Der Preis setzt sich aus vielen Faktoren zusammen. Letztlich hängt er von Ihren Zielen und dem Konzept ab. Annähern kann man sich von vielen Seiten. Setzen Sie sich ein Budgetlimit und fragen Sie Ihre Imagefilm Agentur, was sich dafür machen lässt. Oder geben Sie Ihre Ziele mit dem Video vor und lassen Sie Ihre Agentur ein passendes Konzept dafür entwickeln.

vom 20.09.2016

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