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YouTube vs. TV – Stirbt das Fernsehen aus?

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Das Comedy-Trio Y-Titty betreibt einen der populärsten deutschen YouTube Kanäle. Das Team rund um Philipp Laude, Matthias Roll und Oğuz Yılmaz verbucht inzwischen 2,5 Mio. Abonnenten und ist weit über das Internet hinaus bekannt. Während die Zahlen der Internetnutzer in allen Altersgruppen stetig wachsen, fallen die Zuschauerzahlen im TV – sind traditionelle Fernsehsender in Gefahr?

Laut einer Studie der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) gibt es seit 2012 einen starken Abfall der Zuschauerzahlen in der Zielgruppe von 14-19-Jährigen. Im Vergleich zu 2011 ging ihr Fernsehkonsum um fast 10% zurück. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Jugendlichen sich weniger mit Medien beschäftigen, nur, dass sich ihre Aufmerksamkeit zunehmend auf ein anderes Medium verlagert hat. Während sie sich 103 Minuten pro Tag mit dem Fernseher beschäftigen – 120 Minuten weniger als ihre Eltern – nutzen die Jugendlichen täglich fast 4 Stunden lang das Internet. „Wir gucken alle kein Fernsehen mehr“, sagt auch Philipp Laude.

Die Aussage von Laude reflektiert die Meinung vieler Jugendlicher. Im Jahr 2013 nutzen laut einer Onlinestudie der ARD 77,2% aller Jugendlichen ab 14 das Internet mindestens gelegentlich. Videos stellen das Hauptkonsumgut des Internets dar. “Vor allem junge Leute sehen schon früh kurze Videos und teilen diese mit ihren Freunden – so entsteht Kommunikation und Interaktion zwischen Publikum und den Videomachern. Dieses Nutzerverhalten wird sich nicht mehr ändern”, so Christoph Poropatits, Exucutive Vice Presidents Broadcast & Operations bei Mediakraft.

Mediakraft Networks ist ein Unternehmen, das Videomacher auf YouTube unterstützt und vermarktet. Channels wie zum Beispiel Y-Titty, Caty Cake und LeFLoid gehören zu ihren Kunden. Sie unterstützen ihre Partner durch Ressourcen in Form von Studios, Beratung und anderen Dienstleistungen. Außerdem übernimmt das Unternehmen die Repräsentation der Partner gegenüber den Plattformbetreibern (unter anderem YouTube) und greift ihnen bei der Analyse und Optimierung der Videoverbreitung unter die Arme.

Mediakraft sieht sich selbst als Internet Fernsehsender. Jedoch „kein Fernsehsender im klassischen Sinne mit einem festen Programmablauf und der Kontrolle über alle Produktionen“. Sie möchten den Videomachern die Freiheit bieten selbst zu entscheiden, welchen Content sie kreieren und ihnen ermöglichen, von ihren Videos zu leben. Gleichzeitig kommen sie ihrer sehr jungen Zielgruppe mit frei wählbaren Programmen entgegen, die sich an deren Konsumgewohnheiten im Netz und mobil anpassen.

“Lange Zeit galt YouTube als Amateur-Plattform, weshalb die etablierten Medienhäuser die Möglichkeiten unterschätzen.“, sagt Medienexperte Bertram Gugel zu futurezone Online. Dies soll sich jetzt ändern: klassische Fernsehsender wie RTL und Pro7 investieren bereits in Online Fernsehen.

Auch mehr und mehr Unternehmen steigen auf den Bewegtbild-Zug auf und präsentieren sich und ihre Produkte im Internet. „Die Nachfrage nach Videos ist bei den Unternehmen in den letzten Jahren erheblich gestiegen“, bestätigt Sandra Rieck, Geschäftsführerin der textzeichnerin. Ihre Agentur hat sich auf Erklärvideos für Unternehmen spezialisiert. Die in der Regel 60-90 Sekunden kurzen Filmchen gehören mittlerweile zu vielen Firmenwebseiten und Messeauftritten einfach dazu.

fazit

Und wie geht es weiter im Konkurrenzkampf Onlinevideos versus Fernsehen? Wird traditionelles Fernsehen in den nächsten Jahren aussterben?„Nein, unsere Welt geht nicht unter. In zehn Jahren wird vermutlich nicht mehr nach Mediengattungen unterschieden: Fernsehen, Online, Hörfunk und Print gehen ineinander auf.“, so Tobias Schmid, Medienpolitikchef des Senders RTL in einem Interview mit der Zeit Online . Es bleibt abzuwarten, ob sich diese Prognose bewahrheiten wird.

vom 28.03.2014

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